Mobilität in der Pflege im Pflegealltag, versus Sturz in Pflegeeinrichtungen16.04.2019

Definition Sturz im Alter: „Der Sturz im Alter wird in der Geriatrie als gesondertes medizinisches Problem betont, weil ungefähr ein Drittel der Menschen über 65 Jahre mindestens einmal pro Jahr stürzt (Alterssyndrom). Etwa 20 % der Folgen dieser Stürze bedürfen medizinischer Betreuung. Der Sturz selbst ist zunächst ein Symptom für ein mögliches Defizit aus unterschiedlichen Ursachen. Diese müssen nicht offensichtlich oder bekannt sein.“ Quelle Wikipedia
Betrachtet man die Mobilität eines Menschen so hat sie einen großen Einfluss auf die Menschenwürde. Stürze können nicht immer vermieden werden und gehören somit zur Gefahr des Alltags, gerade in Pflegeheimen.
Alle Menschen haben das Recht auf Mobilität und das Recht zu stürzen.
Zur Einschätzung eines Sturzrisikos sind folgende Risikoarten zu bewerten:
Personenbezogene Sturzrisikofaktoren
• Reduzierter Allgemeinzustand
• Gangunsicherheit
• Beeinträchtigungen bei der Bewältigung des Alltags funktioneller Art z.B. Aufstehen, zu Bettgehen etc.
• Gleichgewichtsstörungen, Schwindel
• Erkrankungen des Bewegungsapparates und/oder oder Krankheiten die das Bewusstsein beeinträchtigen können z.B. Parkinson, Multiple Sklerose, Thrombose um nur einige zu nennen
• Erkrankungen die das Sturzrisiko begünstigen z.B. Inkontinenz evtl. begleitet von nächtlichem Harndrang
• Kognitive Beeinträchtigungen z. B. Demenz, Depression, Delir
• Inadäquates Schuhwerk
• Stürze in der Vorgeschichte, Angst vor Stürzen
Medikamentenbezogene Faktoren:
• Darunter sind alle verordneten Medikamente zu verstehen, die einen Einfluss auf die Mobilität eines Bewohners haben: z.B. Diuretika, Antiepileptika,
Antihypertensiva, Schmerzmittel und viele andere mehr.

Umgebungsbezogene Faktoren:
• Wohnraum mit Stolperfallen, ungenügende Beleuchtung
• Fehlende Handläufe sowie Haltestangen in Flur, Treppenhaus und Sanitärbereich.
• Fehlende Hilfsmittel um Defizite zu kompensieren., z.B. benötigter Rollator etc.
Um nur einiges benannt zu haben.

Folgende Maßnahmen finden in der Sturzprophylaxe Beachtung und werden individuell geplant und eingesetzt um Stürze zu vermeiden.
Im Vordergrund steht die selbstbestimmte Fortbewegung des Bewohners. Ressourcen und Defizite werden genau betrachtet und analysiert in Fallbesprechungen, z.T. mit den Angehörigen, den Ergo-/Physiotherapeuten und den Mitarbeitern aus dem Betreuungsteam.
Ein besonderes Augenmerk brauchen Menschen mit einer dementiellen Entwicklung.
Hier sind Einbeziehung, Beratung, Schulung von Bewohnern und Angehörigen nötig.
Geschultes Personal bietet zweimal wöchentlich eine Sturzprophylaxe an.
Die Personenbezogenen Risikofaktoren werden von den Mitarbeitern erkannt und die entsprechenden Maßnahmen sind geplant.
Es sind ausreichend Hilfsmittel vorhanden und eingesetzt um die Defizite in der Mobilität zu kompensieren.
Die behandelnden Ärzte sind über den Sturzverlauf, sowie Sturzfolgen informiert.
Rezepte für Krankengymnastik und Ergotherapie werden bei Notwendigkeit angefordert
Bei Stürzen werden generell ein Sturzprotokoll angelegt und eine Sturzstatistik von der Pflegeeinrichtung geführt.
Der individuell auf den Bewohner ausgerichtete Maßnahmenplan ist schriftlich festgehalten.
In dem Pflegeheimen ist der Expertenstandard Sturzprophylaxe zu beachten und dient als Leitlinie.

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